Sonntag, 7. Dezember 2008
in case you're wondering...
ja, ich lebe. sehr sogar.

nachdem ich die letzten tage (wochen) vorwärts gezählt habe -- ... 6 seiten ... 20 seiten ... 41 seiten ... 53 seiten ... -- zähle ich ab heute offiziell rückwärts.

das ich irgendwann rückwärts zählen würde, wurde mir zwar bereits verschiedentlich prophezeit: glauben wollte ich es aber nicht. nichts desto trotz ist es interessant, wie die aufregung plötzlich einen anderen aufhänger bekommt: shit, ich habe zu viele seiten. und ich bin noch nicht fertig.

nachdem ich heute alle meine lieben dateien -- voll mit mörderinnen und so -- überflogen habe, ein wenig an der struktur geschoben habe und überhaupt, waren es plötzlich >>PLÖTZLICH<< 78 seiten*. von 80** (wishfull thinking?). und nachdem ich dann noch alles überschlagen habe, wo momentan noch stichpunkte stehen... kam ich auf mindestens 87 seiten. von 80 (wishfull thinking!).

ähm, ich mach dann mal weiter...

* ohne inhaltsverzeichnis, abstract, anhang und literaturverzeichnis.
** Der Umfang soll in der Regel 80 Seiten nicht überschreiten.

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Sonntag, 7. September 2008
wie strukturiere ich den ganzen kram
aus den vielen vielen zeitungsartikeln?

zweiter versuch:


hmpff naja...

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Dienstag, 2. September 2008
von weiblicher (nicht)monogamie und kindsmord
da muss es einen zusammenhang geben: eine frau hat sogenannte männerbekanntschaften bzw. kinder von verschiedenen typen und sie hat ihre kinder ermordet. das ist zumindest der eindruck, den ich beim lesen mancher zeitungsartikel über kindsmörderinnen bekomme. die verletzung der normativen hetero-monogamie seitens der frau scheint für viele -- staatsanwältInnen, journalistInnen, nachbarInnen -- derart zentral zu sein, dass sie nicht müde werden zu erwähnen, dass "männer kommen und gehen" oder, dass diese und jene sich "mit neuen männern einlässt", "jeden nimmt" oder eben "nur kerle im sinn hat" (keines dieser zitate stammt aus dem boulevard!). diese normverletzung steht dann (implizit) in einer reihe mit der straftat kindsmord: sie ist, in diesem dominanten diskurs, ein zeichen für -- der ist alles zuzutrauen -- die absolute überschreitung des normalen und menschlichen. das ganze passt wie ein puzzle zusammen.

meiner ansicht nach ist diese betonung der 'schlampenhaftigkeit' mancher mordender mütter vor allem auch als diskursive re/produktion 'normaler weiblichkeit'* zu lesen: 'normale' frauen haben genau einen mann, den sie nicht betrügen, der der vater aller ihrer kinder ist, [welche sie nicht töten]. die warnung an die leserinnen steht groß zwischen den zeilen: mit mehreren typen rumzumachen rückt euch in die nähe von straftäterinnen.

monika böttcher hat in einem interview mit dem spiegel auf die frage: "Haben Sie [im Gefängnis] auch Schmähbriefe erhalten?" geantwortet: "Nur einen Brief werde ich nie vergessen: Der war ohne Absender [...] Darin stand, der Schreiber glaube zwar, daß ich unschuldig sei. Aber weil ich fremdgegangen bin, müsse ich bestraft werden.**

* lies: mütterlichkeit
** wohlgemerkt zu lebenslanger haft

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Freitag, 23. Mai 2008
"jeder is' sich selbst der nächste."
der film die kinder sind tot von aelrun goette lässt mir keine ruhe. wie die leute - nachbarn, verwandte, ex-freundinnen, die frau vom jugendamt - zwischen gleichgültigkeit und der verteidigung des eigenen arsches hin und her rudern. es kann nur ein monster geben. das reicht dann auch. eine unglaubliche milieustudie.
...
junge frauen mit zwei, drei, vier kindern von zwei, drei, vier abwesenden vätern - im film, wie im leben - und alle frauen in der hoffnung, dass der nächste bleibt... wenn er dann erst einmal vater eines ihrer kinder ist. so ging es wohl auch daniela, die zwei von vieren verdursten ließ.

pressespiegel zum film

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Montag, 5. Mai 2008
[es ist als würden
medien und gesellschaft meiner diplomarbeit zuarbeiten, indem sie jede woche neues analyse-material produzieren.]

... denn es gibt noch mehr babyleichen und das in einer familie, die "im ort voll integriert und im vereinsleben tätig" war und wo "sich normalerweise nur die mutter um das essen kümmerte".

auf deutsche tugenden ist kein verlass mehr.

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